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Europäische Krise und Erster Weltkrieg.


Dieses, mein drittes Buch, entstand 1982, in der Phase meiner Arbeitslosigkeit, die durch die Entlassung von der HSBw Hamburg ausgelöst war. Dies, trotz des laufenden Prozesses gegen das BMVg, in Sachen der Fortschreibung meines Vertrages. Im Februar hatte ich das Stipendium der Alexander v. Humboldt-Stiftung angetreten, das mich zu John Röhl nach Brighton führte. Meine mögliche Habilitation hatten Fritz Fischer die Professoren an der Hamburger Universität/Fachbereich Geschichtswissenschaft, B.-J. Wendt und R. Wohlfeil schriftlich bestätigt. Nun, teilte Wendt mit, das von der Humboldtstiftung gebilligte Forschungsthema, zur Fortwirkung des Kriegrates vom 8. Dezember 1912, liege zu nahe am Dissertationsthema "Die deutsche Armee, 1900-1914, Zwischen Beharren und Verändern, Düsseldorf (Droste) 1977" und könne somit nicht im Fachbereich 08 eingebracht werden. Die Beratung mit Fischer und Röhl ergab, dass damit der Aufenthalt in England und das Stipendium sinnlos geworden seien, und Röhl sprach sogar von einer neuen "Schraubendrehung" der konservativen deutschen Zunft gegen einen Fischer-Schüler. Wendt, der sich sogar als mein Mentor, nicht nur für das Habilitationsverfahren, sondern auch bei der Humboldtstiftung, angeboten hatte (was von Fischer anzunehmen, ein schwerer Fehler war, da Wendt mit den Professoren an der HSBw K.-J. Müller und E. Opitz zusammenhing) tat alles, um mein Stipendium in Bonn zu kippen.






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In Absprache mit Fischer und Röhl suchte ich in London, im Public Record Office (Archiv), wie bei Francis Carsten, Wolfgang Mommsen, Ralf Dahrendorf, und in Oxford bei Michael Howard, Unterstützung und Anregung für alternative Habil-Themen – wie dem des „Preußisch-englischen Bündnisses bei Pitt, 1740-1763“, dem gleichen Problem während der Krimkriegphase, 1854-56 („Die preußische Wochenblattpartei Moritz-Augusts v. Bethmann Hollwegs und das englische Bündnis“), sowie zur „Wiederbewaffnung der Bundesrepublik Deutschland aus englischer Sicht, 1950-1956“. Dass dabei nicht viel herauskam, denn die Engländer verhielten sich äußerst kühl (und der Englandaufenthalt bestand in perspektivlosem Herumpendeln zwischen Archiv und Bettstelle), ist daran zu erkennen, dass mich in Deutschland die Suche nach einem alternativen Thema von Laetitia Boehm (München), die meine Notlage verstand, über Walter Bußmann (Karlsruhe) zurück nach Hamburg führte. Dort traf mich auf der Strasse, quasi vor der Nikolaikirche, nahe meiner Wohnung in der Abteistrasse, an einem Freitag Morgen, Wendt, dem ich kurz erklärte, warum ich gerade über Hamburg nach London zurückkehren würde. Wenig später schellte mein Telefon, und die Humboldtstiftung fragte an, warum ich in Hamburg sei, um eilfertig, und auf dem kurzen Weg, das Ende meines gerade begonnenen Stipendiums zu verkünden. Auch Erklärungen der besonderen Lage und deren Ursachen, selbst ein rascher Besuch in Bonn, führten zu keiner Revision. Hatten doch irgendwann Opitz und Müller (von Wendt/siehe der Fehler Fischers) erfahren, dass ich im Besitz eines Anschlussstipendiums an meine HSBw-Beschäftigung sei.

So konnte ich mich nur arbeitslos melden, ein Jahr lang die reduzierten Bezüge in Anspruch nehmen und auf den Ausgang des Prozesses gegen das Verteidigungsministerium warten. Vor diesem Hintergrund entstand diese, hier in zweiter Auflage vorgelegte, Zusammenfassung und das Programm meiner weiteren Arbeit, sowie ich dieses damals verstand. Heute geben die Nachlässe der damals noch lebenden Hauptakteure gegen Fischer die Motive der Müller (Zechlinschüler/Hamburg), Opitz (Hubatschschüler/Bonn) und Wendt (Zechlinschüler) preis, die sich, kurzärmelig wie sie waren, als Parteisoldaten der Ritter, Zechlin, Erdmann etc. verstanden, denn es galt ihnen übergreifend, die Lehre Fischers an weiterer Ausbreitung zu hindern. Dazu schrieb ich, nach der Wiedereinstellung in die HSBw, wenige Jahre darauf, den Band zur „Verfälschung der Riezler Tagebücher“.

Hiermit lege ich, um eine kurze Einleitung und Klappentext von 2009 erweitert, den Aufsatzband von 1983 in zweiter Auflage vor, der inzwischen eine Phase der wissenschaftlichen Diskussion von Interesse dokumentiert. Heute erklärt der Historikerverband seinen Mitgliedern den Bankrott seiner bisherigen Informationspolitik, und Unfähigkeit die Interessen seiner Mitglieder in einer neuen Zeit zu vertreten. Die Aufstockung des Mitgliederbeitrages beantworte ich auch deshalb mit dem Austritt nach 40 Jahren, weil während dieser gesamten Zeit ich nicht erkennen konnte, dass dieser Verband für die großen Fragen der Zeit offen war, sondern sich stattdessen in der Hand der „Grabenkämpfer“ gegen „Nestbeschmutzer“ befand. Also wieder einmal ein Beispiel für das „Seilschaftenunwesen“ in Deutschland.

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