Immer nur die halbe Wahrheit.
Es melden sich immer Diejenigen, die sich am wenigsten in die Berührung mit Bressers Diktum begeben sollten.
Bresser, der gerade die Rechtsbeugung, im Sinne des Herrn Hauser (Industriekontakter zu Daimler-Benz), 1991 in der Bremsenfilmfrage im ZDF abdeckte, und Pleitgen, der in Bezug auf DDR und Stasi doch klarstellen sollte, welcher Korrespondent der ARD in Ostberlin vor 1989 dem MfS Informationen zur westlichen Einschätzung der DDR-Wirtschaftslage "zuspielte"?
Jedenfalls bewies P. besonderes Interesse an der Stasiproblematik, indem er die ARD-Dienste auf Stasi-Kontakte in einer gesonderten Studie untersuchen ließ. Was jedoch nichts Relevantes zutage förderte. Klaus-Jürgen Börner/NDR äußerte sich zu diesem Fall gegenüber dem Verfasser nicht konkret. Brachte aber Peter Merseburger ins Gespräch. Überdies war Brender im WDR Chefredakteur und nicht lediglich Auslandschef. Und von hehren journalistischen Zielen war damals, wie hier gezeigt, leider nur wenig zu erkennen.
Bernd F. Schulte
Vgl. B.F. Schulte, Armageddon des Kommunismus. Strategie, Wirtschaft und die DDR. Hamburger Studien zu Geschichte und Zeitgeschehen, Reihe I, Bd. 3, Norderstedt 2006.
Ders., Der Leuna-Deal. In: Rückbesinnen und Neubestimmen. Beiträge zur Deutschen Frage, 1850-1989, Hamburger Studien zu Geschichte und Zeitgeschehen, Reihe I, Bd. 1, Norderstedt 2000.






