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Bernd F. Schulte

"Politisch zuverlässig"

Gerhard Ritter im III. Reich


Der Freiburger Historiker Gerhard Ritter hat seit 1945 die Legende unterstützt, er sei im Dritten Reich - aufgrund seines Widerstandes gegen das Regime - verfolgt worden1. Seine Publikationen zeigen jedoch, vor und nach 1933, ein anderes Bild. Es sei stellvertretend auf seine Biographie Friedrichs II. von Preussen verwiesen, die 1936 veröffentlicht, Passagen enthielt, welche die Nähe Ritters zum neuen Reichskanzler, und Führer des Deutschen Reiches, Adolf Hitler, nachweisen. Diese Schrift, 1954 und 1958 neu aufgelegt, enthielt, schon in der Einführung, deutliche Hinweise auf Ritters scharf anti-westliche Position - und dies in Fortsetzung seiner "Kampagnen" in den 20iger Jahren gegen Thomas Morus und Erasmus von Rotterdam, denen er Macchiavelli und Martin Luther gegenüberstellte. Die Ideologie des Machtstaates Preussen vertrat Ritter nach Waffenstillstand und Revolution 1918/19, während den Jahren der Weimarer Republik, verstärkt nach 1933 und erneut nach 1945. Dass Fritz Fischer sich 1967 weigerte, vor diesem Gegner "den Degen zu senken", wie dies Percy Ernst Schramm forderte, war nur folgerichtig.-

Die inneramtlichen Diskussionen der dreißiger Jahre über die Höhe seines Jahresgehaltes offenbaren, dass Ritter der zweithöchstbezahlte deutsche Historiker war. Er erhielt jährlich 14.000 RM, die, nach damaligem Kurs, den Kosten eines ländlichen Hausbaus entsprachen2. Weiter zeigen die Diskussionen zwischen dem "Badischem Ministerium für Kultus und Unterricht", und dem Berliner "Ministerium für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung", Ritter keineswegs im Gegensatz zur damaligen Staatsführung. Vielmehr belegen sämtliche Aufzeichnungen, dass dessen Leistung als Wissenschaftler allgemein anerkannt wurde und ihn die staatlichen Stellen in seinem Amt halten wollten3. Eine Aufstellung der Historikergehälter im Jahre 1938, welche der im Unterrichtsministerium beschäftigte Königsberger Historiker Harmjanz vorlegte, zeigte die Gehälter in

München (Von Müller) 12.600 RM,
Berlin (Meyer) 15.600 M,
Frankfurt am Main (Platzhoff) 13.600 RM,
Breslau (Aubin) 13.600 RM,
Jena (Franz) 8.100 RM,
Jena (Maschke), 6.200 RM,
Köln (Ziekursch), 13.600 RM,
Greifswald (Hoffmeister) 11.600 RM,
Königsberg (Baethgen) 11.600 RM,
Königsberg (Pleyer) 9.800 RM.

Harmjanz sprach in diesem Zusammenhang von "Übergehältern"4. Erklärtes Interesse der staatlichen Stellen war, die Kosten für die historischen Lehrstühle nicht überhand nehmen zu lassen und die Jahresgehälter auf 11.600 RM zu begrenzen5. Dass Ritter nun, im Zuge eines Rufs nach Leipzig, versuchte, sein Gehalt von 14.000 RM wieder zu erreichen, war Gegenstand von Verhandlungen, die im Jahre 1938 zu Erwägungen des "Reichs- und Preußischen Ministeriums für Erziehung und Fortbildung" führten. Zunächst suchte der Minister für Kultus und Unterricht/Karlsruhe in Berlin eine Erhöhung der Bezüge des Freiburger Historikers zu erreichen. Es ging um ein Plus von 1000 RM. Ritter kam 1925 von Hamburg nach Freiburg. Beginnend mit 12 600 RM wurde sein Jahresgehalt am 18.10.1928 auf 14 000 RM erhöht. Mit dem "Gesetz zur Änderung von Vorschriften auf dem Gebiete des allgemeinen Beamten-, des Besoldungs- und des Versorgungsrechts vom 30.Juni 1933" ermäßigte sich dieses "Grundgehalt mit Wirkung vom 1. Oktober 1933" auf 12 600 RM. Dagegen vermerkte Professor Harmjanz/Berlin, Ritter seien "nach der vorliegenden Mitteilung jedoch...auch erhebliche persönliche Zuwendungen gegeben worden (24.XII)"6.

Im Zusammenhang mit dem Ruf an die Universität Leipzig, wurde Ritter durch den Sicherheitsdienst des Reichsführers SS überprüft. Dieser stellte fest, Ritter sei mit verschiedenen Publikationen vor die Öffentlichkeit getreten: darunter die "Geschichte der Universität Heidelberg«. Ritter gelte als einer der "Vorranghistoriker" und genieße mit seinen Beiträgen, besonders zur Reformation und dem Zeitalter "Friedrichs des Großen", einen guten Ruf. Der Freiburger Historiker stehe "innerhalb der großen Tradition der deutschen Geschichtswissenschaft", sei jedoch "als einer ihrer verspäteten Vertreter ansehen, der aus seiner Weltanschauung heraus einen inneren Anschluß an den Nationalsozialismus nicht finden" könne. Ritter stehe fest im protestantisch-kirchlichen Bekenntnis und gehöre der "Bekenntnisfront" an. Er wurde für gefährlicher gehalten als ein "Durchschnittskopf". Es wurde erläutert, Ritter gehöre dem "Eu[On]cken-Kreis7" an. Im ganzen aber sei er ein hervorragender und gefährlicher Vertreter der "geistig-politische[n] Reaktion" an der Hochschule8. Die Überprüfung der NSDAP Freiburg ergab ein anderes Bild. Danach war Ritter

"politisch zuverlässig",

obwohl kein Parteimitglied und auch er keine Ämter in Gliederung oder Organisationen bekleidete9.

Ritters Position wurde durch Vorkommnisse während des Internationalen Historikertages in Zürich 1938 belastet. Verschiedenen Seiten war sein Verhalten während dieses Kongresses Anlass zu Kritik10. Auch hatten bereits im Vorfeld der Veranstaltung Diskussionen über seine Teilnahme stattgefunden, die allerdings zurückgestellt wurden, weil Ritter über breitere Kontakte in der Schweiz verfüge. Ritters Kontrahent Scheel/ Kiel stellte dessen Verhalten als Folge "politischer Instinktlosigkeit" dar und das "Badische Ministerium des Kultus und des Unterrichts" wies nachträglich darauf hin, man habe sich "alle Mühe gegeben..., Ritter in Freiburg zu halten"11.

Walter Frank, der Präsident des "Instituts für Geschichte des neuen Deutschland", urteilte in diesem Zusammenhang über den "Oncken-Kreis«. Frank sah Ritter sowohl vom liberalen wie kirchlichen Standpunkt bestimmt. Unter diesem Blickwinkel wurde der Vorfall kritisch kommentiert, dieser habe vor allem auf das Ausland negativ gewirkt. Frank erkannte darin, ein "sehr ernstes Zeichen" erstarrter reaktionärer Tendenzen innerhalb der deutschen Geschichtswissenschaft" und referierte, Ritter verstehe Luther ausschließlich als Theologe, und nicht als großen Deutschen. Auch Frank sprach von einem "Dolchstoß« gegen die deutsche Delegation. Das sei eine

"dreiste Kundgebung jener ´objektiven´ Wissenschaft",

die in Wahrheit von der liberalen Opposition gegen das neue Deutschland getragen werde. Ritter wurde vorgeworfen, "mit dem politischen Liberalismus" zu gehen und sich an die "kirchliche Opposition" anzulehnen. Dessen Verbindung zum wissenschaftlichen Kampf der Zeit wurde betont, in dem er "als ´reiner, vom politischen Ringen seines Volkes losgelöster ´Theologe´ dargestellt" wurde. Deren "Papst" sei Karl Barth, zu dem Ritter enge Beziehungen pflege. Brandi, der deutsche Delegationsleiter (Mitglied der Volkspartei und Parlamentarier), habe versucht, den Skandal zu glätten. Frank behauptete, "an der Universität Freiburg« habe Ritter versucht, "eine Quelle anschaulicher Opposition zu bilden". Angekündigt sei, dass Ritter Michael Freund/Kiel nach Freiburg holen werde, der zugestandener Maßen marxistischer Studentenführer und Mitarbeiter Hilferdings gewesen sei. Frank drang darauf, Ritter ein Auslandsverbot für künftige Kongresse zu erteilen. Die in Freiburg "gebildete Opposition sei nun endgültig zu liquidieren"12. Gleichzeitig suchte der Freiburger Gelehrte den SA-Mann Franz Petri von Köln nach Freiburg zu ziehen13.

Es klang daraufhin innerministeriell die Überlegung an, Ritter "aus dem deutschen Hochschuldienst" zu entfernen. Doch ein "Dienststrafverfahren" komme nicht in Frage, da "deutsche Hochschullehrer" "nicht mit Mitteln des Dienststrafrechtes" zu zwingen seien, "zu Fragen Ihrer Wissenschaft oder Weltanschauung so oder so Stellung zu nehmen". Lediglich komme in Frage,

"eine Pensionierung auf Grund § 71 des Deutschen Beamtengesetzes, wofür Voraussetzung ist, dass der Beamte nicht mehr die Gewähr dafür bietet, jederzeit für den nationalsozialistischen Staat einzutreten".

Dieser Fall lag nach der Einschätzung des Ministeriums nicht vor, denn

"die Akten über Prof. Ritter enthalten nichts, was, - von dem vorliegenden Fall abgesehen, - eine solche Annahme rechtfertigen könnte",

schrieb der Sachbearbeiter Kasper. Professor Harmjanz schob den Vorgang daraufhin auf die lange Bank des Dienstwegs. Ritter war demnach - nach allgemeinem Verständnis - keinesfalls ein Gegner des Systems, und schon gar kein Widerstandkämpfer14.

Der Hochschullehrer kam im Juni 1939 beim Badischen Unterrichtsministerium um die Gewährung eines Urlaubs ein. Er schrieb, er habe von dieser Zusage bisher keinen Gebrauch gemacht15. Der Antrag wurde positiv beschieden. Im August 1939 wandte sich Ritter an den Minister in Berlin, um einige Zusammenhänge zu erläutern, die sich aus dem Vorfall von Zürich ergeben hätten. Ritter schrieb, es ginge darum, zu klären, ob ein allgemeines Verbot für seine ausländische Vortragstätigkeit anhängig sei. Er bezeichnete sich pointiert als politischen Historiker, der auch über Reformationsgeschichte arbeite. Er betonte seine Tätigkeit für das "Archiv für Reformationsgeschichte", seine Studien zur Geschichte Bismarcks und zur Vorgeschichte des Ersten Weltkrieges. Weiter erwähnte er die Biographie über den Freiherrn vom Stein und seine Geschichte der Heidelberger Universität. Auf den Vorfall in Zürich zurückkommend, legte er besonderen Wert darauf, festzustellen, dass sein Auftreten gegenüber Professor Scheel keine "Sabotage" gewesen sei. Ritter sah die Notwendigkeit, einer "Aktualisierung« des Reformators Luther entgegenzutreten. Er sei überdies "der erste gewesen, der in Deutschland" nach 1918 davor gewarnt habe, der einseitigen Verklärung westeuropäischer Demokratie und Calvins zu erliegen. Luther sei ihm "nicht einseitig als Prophet religiöser Offenbarung, aber auch nicht zugleich als Gipfelgestalt deutscher Art" gewärtig16.

Ritters Bekenntnis 3.5.1939

Der in Zürich angegriffene Professor Scheel bestätigte dem Minister, er halte es für ausgeschlossen, dass Ritter "dem Nationalsozialismus ablehnend" gegenüberstehe17. Dennoch unterband der "Stellvertreter des Führers" Ende 1940 künftige Auslandsreisen 18. Im März 1943 bat dieser, ihn künftig nicht mehr berücksichtigen zu wollen19. Der "Badische Minister des Kultus und Unterrichts" nahm Mitte September 1944 Stellung zu Äußerungen, welche Ritter "im Rahmen eines Hochschulkurses bei der Wehrmacht in Bordeaux, am 13. September 1943" getätigt habe20. Der Gaudozentenbundführer Professor Schlemmer hatte Ritter dazu in mehrstündiger Sitzung gehört. Diese Konferenz zeigte dessen «Unvermögen« und mangelndes Fingerspitzengefühl für politische Fragen. Schlemmer charakterisierte den Freiburger Historiker wiederum als eine Persönlichkeit "von herausragender wissenschaftlicher Leistung". Auch als Forscher "mit vorzüglicher Kenntnis der Materie". Doch fehle Ritter

"für das heutige Deutschland jedes Verständnis, wenn er sich auch aus dem politischen Kampf"

heraushalte. "Sein Verhalten" sei "durch seine enge Verbundenheit" mit dem Vorweltkrieg-Deutschland bestimmt. Eine gewisse Steifheit seiner Anschauungen mache den Verkehr mit Ritter schwierig. Schlemmer konkretisierte: "Er wirkt bei Unbeteiligten mitunter sogar fast hochmütig".

Ritters mangelndes Gefühl für die politischen Notwendigkeiten habe des öfteren zu unangenehmen, und Deutschlands Ansehen schädigenden Entgleisungen geführt. Der Zwischenfall in Zürich, die Diskussion nach dem Vortrag von Professor Otto Scheel, habe bei einem Teil der Delegation lebhaften Anstoß hervorgerufen. Wenn auch Ritter von diesen Vorgängen eine ganz andere Darstellung gebe, so sei nicht anzuzweifeln, dass dessen "Auftreten für das Deutschtum" schädigend gewirkt habe.

Der Minister wandte sich gegen den Vorwurf, er habe zu verantworten, dass der Freiburger Ordinarius auf Auslandsreisen geschickt werde. Er habe dies bereits 1941 abgelehnt. Wenn Ritter "trotzdem von allen anderen Stellen geschützt" und nach Frankreich geschickt werde, "weil dort letzten Endes nur Fachvorträge" zu halten seien, so sei diese Reise "aus der Zwangslage der Verhältnisse" entstanden und seien für die Wehrmacht Kurse genehmigt worden. Unter keinen Umständen habe "Ritter diese Tatsache benutzen" dürfen, "um dort einen Hochschulpolitischen Vortrag zu halten". Weiter wurde ergänzt: "Er ist auch in der Formulierung sehr ungeschickt". Es sei dies ebenfalls in "Kollegs, oder Äußerungen, die von ihm wirklich ganz anders gemeint sind" zu bemerken gewesen. Zum Teil würden derartige Äußerungen "mit Beifall bedacht..., wenn sie sich gegen Einrichtungen unseres Staates zu richten" schienen. Ritter habe "gegen diese Deutungen seiner Äußerungen des öfteren protestiert". Er sollte "allerdings geübt genug sein, um überhaupt" so zu agieren, schloss der Minister.

Daraufhin wurde Ritter Anfang 1945, bei der Neubesetzung des Meyer-Lehrstuhls in Berlin nicht mehr berücksichtigt21. In diesem Zusammenhang äußerte der Reichsfachkreis Kulturwissenschaften, Professor Faust, Ritter habe eine "unpolitische Haltung" an den Tag gelegt, was noch einmal bestätigte, wie sehr der Stern Ritters inzwischen im Sinken begriffen war22.

Es kann Ritter von der Teilhabe am nationalsozialistischen Staat und dessen Bestrebungen nicht freigesprochen werden. Wenn dies über die Jahre mit nachlassender Intensität geschah, und die Herrschenden sich von ihm zunehmend entfernten, dann mag dies zutreffen, kann jedoch keinesfalls im Gegenzug bedeuten, Ritter sei ein Verfolgter des Regimes und Widerstandskämpfer gewesen23.- Jedenfalls war er der zweithöchst bezahlte Historiker des Dritten Reichs.

______
1 Vgl. Bernd F. Schulte, Blick in ein ´Schwarzes Loch´. Eine Tagebuchfälschung und deren Motive, in: Extra-Blatt 1/2001 (www.forumfilm.de), "Gerhard Ritter: Großhungern und Gehorchen" (zit.als: Schulte, Schwarzes Loch).

2 BA-Berlin. 800 0001209/86, Minister des Kultus und Unterrichts an Reichs- und Preußischen Minister für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung, 11.5.1938.

3 Vgl. ebd., Der Reichs- u. Preuß. Minister für Wissensch., Erz., u.Volksbildung an Minister des Kultus und Unterrichts, 9.3.1938. Reichsstatthalter in Sachsen an Reichs- und Preußischen Minister für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung, 25.1.1938.

4 Ebd., Prof.Dr.Harmjanz an Amtschef W, 25.2.1938.

5 Ebd., und Breuer an Harmjanz, 3.2.1938: "Auf der anderen Seite erscheint es mir durchaus angebracht, einmal die gesamten Gehälter der Historiker miteinander zu vergleichen und danach abzuwägen, ob sachlich und nach der wissenschaftlichen Bedeutung des Professors Ritter eine Erhöhung der Bezüge geboten erscheint".

6 Ebd., Minister des Kultus und Unterrichts an Reichs- und Preuss.Minister für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung, 21.12.1937.

7 Ebd., W.Frank, L´Incorruptible. Eine Studie über Hermann Oncken, in: Völkischer Beobachter, Nr.34/35 vom 3./4.2.1935: "In Onckens Werk deckt Rankes Hermelin nur den Nihilismus eines späten Besitzbürgertums jenen glaubensunfähigen Relativismus, der das ´Daseinsrecht´ aller ´Kräfte´ nur noch nach der Stärke des ihnen ´innewohnenden Lebenstriebes´, das heißt: nach der Dauer ihres Erfolges, bemaß. Eines verbindet Ranke, den großen Historiker der Kontemplation, und Treitschke, den großen Historiker des Kampfes: Daß sie beide a u s  e i n e m   G l a u b e n  h e r a u s schaffen. Nur glaubte der eine, Gott den Herrn im leisen Wehen des Windes zu finden, und der andere suchte ihn im Sturm. Eines aber scheidet sie beide für immer von dem neunmalklugen Vertreter der Spätzeit: Daß er keinen Glauben hatte und deshalb ewig unfruchtbar blieb...".

8 Ebd., Sicherheitsdienst des Reichsführers SS, SD-Oberabschnitt Elbe, Unterabschnitt Dresden-Bautzen an Ministerium für Volksbildung Dresden, 1.2.1937. Statt "Oncken-Kreis" wird dort von "Eucken-Kreis" geschrieben.

9 Ebd., NSDAP, Gau Baden, Kreisleitung (Personalamt) Freiburg an Reichsstatthalter in Sachsen, 10.12.1936.

10 Vgl. ebd., Gerhard Schröder, Bericht, 16.9.1938. Johannes Grandinger an Reichsinstitut für Geschichte des neuen Deutschlands, 8.9.1938. Dr. Karl Richard Ganzer, Bericht, 12.9.1938. Geheimrat Karl Brandi, Bericht, 1.10.1938. Prof.Dr.W.Platzhoff, Allgemeiner Deutscher Historiker-Ausschuß, 7.10.1938: "Scheel hatte das Völkische und das Politische in Luthers Gedankenwelt scharf herausgearbeitet. Gerade diese beiden Punkte zog in der Diskussion Prof.Dr.Ritter (Freiburg) auf Grund seiner Lutherforschung in Frage. Die deutsche Delegation war im allgemeinen der Meinung, dass Prof. Ritter diese seine Kritik besser nicht öffentlich, sondern dem Redner persönlich hätte zum Ausdruck bringen sollen".

11 Ebd., Dahnke, Vermerk, 25.2.1938: "Diese Bedenken sind nach Ansicht des Prof.Dr.Platzhoff insofern nicht unbegründet, als Prof.Ritter der Typ eines verbitterten Deutschnationalen ist". Harmjanz an Dahnke, 1.3.1938.

12 Ebd., W.Frank an Professor Harmjanz, 28.91938.

13 Vgl., Bernd F. Schulte, Schwarzes Loch.

14 BA-Berlin. Ebd., Kaspar an Harmjanz, 11.11.1938. Verfügung Harmjanz, 14.11.1938. Vgl. dazu: Schulte, Schwarzes Loch´.

15 Vgl. ebd., G.Ritter an Minister des Kultus und Unterrichts, 20.6.1939.

16 Ebd., G.Ritter an Ministerialrat Frey, 8.5.1939.

17 Ebd., Prof.O.Scheel an Dr.Klett (Auslandsstelle des Reichwissenschaftsministeriums, 2.11.1940.

18 Vgl. ebd., NSDAP. Der Stellvertreter des Führers an Reichsminister für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung, 28.9.1940.

19 Vgl. ebd., G.Ritter an Harmiansz, 10.3.1943.

20 Vgl. Schulte, Schwarzes Loch.

21 BA-Berlin. Ebd., 800 0001651/509. Der Badische Minister des Kultus und Unterrichts(Strassburg) an Reichsminister für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung, 12.9.1944.

22 Ebd., 800 0001622/507. Prof.Dr.Faust an Prof.Dr.O.Schmidt, 6.1.1945 (Formulierung aus Gutachten vom 9.2.1935). Prof.Dr.Hofmann an Prof.Dr.Aug.Faust, 8.1.1945: "Ich möchte bemerken, daß Professor Ritter überhaupt nicht auf der offiziellen Liste gestanden hat, weil der Dekan, soviel ich gehört habe, sich grundsätzlich geweigert hat, ihn in die Liste aufzunehmen".

23 Bernd F. Schulte, Die Verfälschung der Riezler Tagebücher. Ein Beitrag zur Wissenschaftsgeschichte der 50iger und 60iger Jahre, Frankfurt-Bern 1985, S. 25, Anmerkung 33. G.A.Ritter an B.F.Schulte, 31.1.1984. Ritter hielt die Legende von "den Verfolgten und Gegnern des Nazi-Regimes" aufrecht, und erwähnte in diesem Zusammenhang: "Rothfels, Herzfeld und Gerhard Ritter". Vgl. Schulte, Schwarzes Loch ("Hans Herzfeld: Der Nationalist und die Nazis", Gerhard Ritter: Großhungern und Gehorchen, Hans Rothfels: ´Volksgeschichte´ als politisches Kampfmittel").

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