Personalie regt SPIEGEL auf.


Der frühere stern-Chefredakteur Michael Jürgs, der in den 80igern mit einer Million D-Mark ging, soll nun beim SPIEGEL anheuern.-

Das regt die Redaktion mit Recht auf, denn der Privatier hat - außer einigen recht flapsigen Büchern kaum von sich reden gemacht. Auch ist mit Recht unklar, was Jürgs im Bereich der Neuen Medien (Internet-Projekt) genau so Wesentliches besser machen soll, als die bereits im SPIEGEL Arbeitenden.

So geht der Verlag wieder einmal in eine neue Runde der inneren Auseinandersetzung, die durchaus nicht nur von der "inneren Stärke" des SPIEGEL zeugt, die Jürgs gern erkennen möchte.

Vielleicht steckt aber hinter all' diesen Rangeleien eher das Bedenken, dass die jetzigen Machthaber im SPIEGEL
a) Einen "von außen" geholt haben (oder holen wollen), und
b) dieser aus dem "Geschäft" schon eher einige Jahrzehnte heraus zu sein scheint.

Das sind wohl eher die Gründe hinter der allgemeinen Aufregung an der Brandstwiete.


Bernd F. Schulte

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