Telegate 11880 führt in die Irre.
Verträge sind nur Papier.
Am 6. September 2007 warb 11880.com für ein Business-Plus-Paket für die von dort betriebene Auskunft. Dort könne die Firma von Frau O. sich für 692,68 Euro präsentieren. Es hieß, so Frau Marianne Schmidt Nicht warten buchen und starten!1 Am 10. September 2007 folgte eine weiter Telefax-Message, die für ihr Angebot warb, indem sie anriet, über telegate neue Kunden zu werben. Damit könnten die Kosten für das Business-Paket (schon durch ein[en] einziger[n] Kunde[n]) mehr als gedeckt werden.2 Mit e-mail vom 14. September 2007, 16:24 kam die erste Rechnung. Darin hieß es:
willkommen bei 11880! Vielen Dank für Ihre Buchung. Ihr 11880 Business-Paket ist bereits in Bearbeitung.
Die Benutzungsdaten wurden angegeben, und der Basiseintrag mitgeteilt, unter dem das Unternehmen künftig bei 11880 eingetragen sei. Es handelte sich um Namen, Adresse und Tel.-Nrn, Branche, Schlagwörter, Öffnungszeiten wie Fax-Nrn, Services und Rechnungs-Adresse).3 Die Kosten sollten sich auf 830,82 belaufen. Als Vertragslaufzeit werden 12 Monate, Preis zzgl. gesetzl. Mwst. angegeben.
Im Juni 2008 sandte Christian Wild (Head of Sales Directory Advertising Services) von 11880.com4 ein Schreiben und einen bunten Prospekt zu dem Betreff: Ihr 11880 Business-Paket 400001281 mit einer Information zu unseren Preisen. Die umworbene Firma wurde bereits als Business-Plus-Paket-Kunde betrachtet. Als mit der Rechnung vom 7. August 2008 über 939,35 abgebucht werden, beginnt der Konflikt. Es wird seitens der Firma vermerkt: Kündigung schreiben, 8.8.08. Diese datiert vom 12. August und vermerkt, dass die Banklastschrift in Höhe von 939,35 zurückgeholt werde.5 Am 18. August antwortet Frau Böcke auf telefonischen Hinweis:
Kündigung ist eingegangen und wird gerade bearbeitet.
Eine weitere Spirale zieht das Problem mit der Antwort von telegate, man bestätige hiermit die Vertragskündigung des...am 14.9.2007 gebuchten 11 88 0 Business-Pakets. Es verlängere sich jedoch die Vertragsdauer um weitere 12 Monate automatisch, sofern nicht mindestens 3 Monate vor Ablauf...schriftlich gekündigt werde. Damit wurde der eindeutig auf 12 Monate schriftlich limitierte Probevertrag gebrochen.6 Frau Niklas, bei telegate, wurde daraufhin angerufen und diese erteilte die Auskunft, der einseitig erhöhte
Betrag von 939,35 muß umgehend beglichen werden. Kündigung tritt erst 12.09. in Kraft.
Daraufhin wurde um den unterschriebenen Vertrag7 gebeten. Als Antwort erfolgte am 14. Oktober 2008 eine Zahlungserinnerung. Am 20. Oktober wurde die Zusendung des unterschriebenen Vertrages angemahnt bei:
Telegate AG
Friedrich-Engels-Ring 52F
17033 Neubrandenburg
Stattdessen sandte telegate am 24. Oktober eine angeblich gewünschte Auftragsbestätigung, die jedoch nicht angefordert war, denn einen Vertrag mit Unterschrift gibt es nicht. Diese Auftragsbestätigung war eben nicht angemahnt worden. Ein bewusstes Missverständnis. Natürlich lagen die AGB bei, die die telegate-Position in § 7, 5 stützen sollten. Es wurde am 28. Oktober geantwortet:
Ich habe lediglich für ein Jahr abgeschlossen, die AGB, dass sich der Vertrag automatisch um 12 Monate verlängert, lag mir nicht vor, geschweige denn von anderen Vereinbarungen.
Mit Schreiben vom 30.3.ds. hat die Firma telegate Media (in: Neubrandenburg), Frau Sabine Rexhäuser, der betroffenen Firma mitgeteilt, dass diese sich "kulant zeigen" wolle. Frau Rexhäuser schreibt: "Wir teilen Ihnen hiermit mit, dass wir den Vertrag Ihres 11 88 0 BUISINESS-PAKETS Gold sowie der Zusatzoption Überregional rückwirkend zum 23.09.2008 und ohne Anerkennung einer Rechtspflicht kündigen und auf die uns seitdem zustehende Vergütung verzichten". Das ist der entscheidende Satz des Schreibens. Es wird damit bestätigt, dass es richtig war, der Forderung der Firma telegate nicht nachzukommen. Diese bezieht sich auf die Veröffentlichung in EXTRA BLATT als Anlaß "einer erneuten Recherche" in der mit Schreiben vom 18.2.ds. telegate übermittelten Angelegenheit der betroffenen Firma. |
Am 27. November 2008 antwortete telegate, Bettina Zieglarsky (Customer Operations), im Falle eines telefonisch abgeschlossenen Vertrages komme durch die aktive Zustimmung des Kunden ein Vertragsabschluß zustande, daher sei eine Unterschrift entbehrlich. Im übrigen bestand sie auf der Weiterführung des Vertrages; und dies angebotswidrig um weitere 12 Monate.8 Entsprechend wurde geantwortet.9 Am 3. November 2008 bestand Bettina Zieglarsky auf ihren bisherigen Ausführungen.10 Die Verlängerung des Vertrages sei somit gültig. Am 18. November erfolgte die 1. Mahnung. Am 20. November wurde telegate vermittelt:
Zum wiederholten Male teilen wir Ihnen mit, dass zwischen Ihnen und unserem Hause lediglich ein Vertrag für 1 Jahr geschlossen wurde.11
Am 4. Dezember kommt die 2. Mahnung. Am 9. Dezember ging diese zu unserer Entlastung zurück, wie das Unternehmen schreibt. Nun antwortet am 20. Januar 2008 Frau Lipka und spricht von einem Stillschweigen als Einverständnis aller Vertragsbedingungen und fordert letztmalig den Ausgleich der Rechnung.12 Daraufhin weist die Geschäftsleitung diese Behauptungen zurück und besteht darauf, dass es sich um ein
Probeangebot gehandelt habe, dass auf lediglich ein Jahr begrenzt
gewesen sei. Daraufhin schickt telegate wieder Werbung.13 Am 12. Februar 2009 kündigt Frau Lipka den Einsatz eines Inkassounternehmens an.14 Am 16. Februar kündigt die Geschäftsleitung an, den Fall an die Anwälte abzugeben.15 Am 12. März meldet sich das Inkassounternehmen admonitos GmbH aus Berlin mit einer Forderung von 1158,98 . Wir berichten weiter.
Dr. Bernd F. Schulte
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1 6.9.2007, 16:36, service@11880.com.
2 Bis 14.9. noch alter Preis, 10.9.2007, telegate AG, Fraunhofer Str. 12a, 82152 München.
3 Kundenservice 11880.com.
4 Fraunhofer Str. 12a, 82152 Martinsried.
5 Kündigung, Kd.Nr.: 4000012811, Belegnummer: 50000034362, 12.8.2008.
6 telegate AG, 20.8.2008.
7 An Telegate, 2.9.2008.
8 telegate, 27.1.2008. '
9 An telegate, 2.11.2008.
10 telegate, 3.11.2008.
11 Geschäftsleitung an telegate, 20.11.2008.
12 Lipka/telegate, 20.1.2009.
13 Fritz Bräutigam, 27.01.2009.
14 telegate, 12.2.2009.
15 An telegate, 16.2.2009.






