Bernd F. Schulte
Skandal in Sachsen.
Schulterschluss Dr. Hahn (vormals VW) und IM Dr.Kirchberg.
Der frühere VW-Vorstand Carl H.Hahn zeigt pünktlich mit der Veröffentlichung seines Buches über die Jahre mit Volkswagen Flagge und setzt er sich während der Sachsen-Classic in einen Oldtimer der alten Auto Union, begleitet von dem früheren Stasi-Spitzel Prof. (der DDR) Dr. P.Kirchberg.
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Die
"Verbündeten" von einst |
Dies ist nachgerade ein symbolischer Akt. Obwohl Hahn seit 2004 darüber informiert ist ("das ist alles Geschichte. Das können wir abhaken") , dass Kirchberg über nahezu zwanzig Jahre Zuträger des M[inisterium]f[ür]S[taatssicherheit] in Dresden war, stützt der frühere VW-Lenker diesen weiterhin.
Kirchberg, Traditionspfleger in Ingolstadt bei Audi seit 1990, wurde an dieser Stelle bereits vor Monaten enttarnt. Dennoch stellt sich der VW-Konzern taub, glaubt Audi die unbequeme Neuigkeit übergehen zu können und wurde zu Ehren des Stasi Spitzels dessen 70. Geburtstag in Ingolstadt gefeiert. Ein restauriertes Auto Union Cabrio erhielt der DDR-Professor als Geschenk.
Deutschland hört in vielen Dingen nicht mehr richtig hin. Damals, 1983, glaubte Audi die eigene Geschichte aufarbeiten zu sollen. Der Verfasser erhielt den Auftrag dazu und wurde durch den MFS-Mitarbeiter Kirchberg in Dresden bei seinen Oberen in der Normannenstrasse (Berlin) als "Bundeswehrspion" denunziert. Weiterungen ergaben sich in breiter Front für den westdeutschen Historiker. All' dies - und mehr - wird in dessen in kürze erscheinenden Publikation erhellt werden.
Es schmerzt, wenn Audi und VW sich weiterhin auf diese Seite stellen und zusätzlich den MfS - Mitarbeiter in dessen Bestreben stützen, an der TU in München, wie der TU in Chemnitz, Vorträge vor jungen Menschen zu halten. Da erscheint eine sonnige Fahrt der beiden Verbündeten aus den 80iger Jahren eher noch harmlos, doch "cum grano salis".